Bei den Rovers brennt der Baum!

Nach einer weiteren Niederlage am Sonntag, die den letzten Tabellenplatz des Teams untermauerte, brennt bei den Southampton Rovers der Baum. Präsident Ross Dermott kündigte Konsequenzen an, wollte allerdings noch keine Details nennen. Es dürften für Trainer John Littleborough einige ungemütliche Tage werden, aber auch die Spieler*innen selbst stehen in der Kritik. Am anderen Ende der Tabelle lebt es sich dagegen deutlich leichter, weshalb sich Aufsteiger Locks auch nach einer Niederlage gegen die Conquerers nicht sonderlich grämte.

Kerry Celtic vs. Flower of Montrose

20:10

Celtic-Trainer Seamus McKenna war nach Ende der Partie gut gelaunt: „Unsere Defense hat heute nicht viel zugelassen – und das gegen die stark besetzte Offense von den Flowers. Wenn unsere Tackles Bronwen Salmar und Tangaroa Nehua so weitermachen, dann könnte es noch weiter nach oben gehen!“ Momentan liegt Kerry auf Rang 5 und wäre sicher in den Playoffs dabei.

Ganz anders sah es dagegen bei den Flowers aus: Das Team, das momentan auf Platz 7 im Niemandsland der Tabelle rumdüpelt, hinkt den eigenen Ansprüchen weiter hinterher. Kicker + Passer Fynn Little zeigte sich aber selbstkritisch: „Meine Pässe heute waren oft unpräzise und gingen knapp vorbei. So wird das natürlich nichts mit den Punkten. Wir müssen uns nächste Woche auf jeden Fall ordentlich steigern!“

 

Magic Carmarthen vs. Southampton Rovers

40:30

Nach Abpfiff versammelte sich die Mannschaft der Rovers mitten auf dem Spielfeld, wo Managerin Francis Strickland offenkundig eine Standpauke hielt. Danach schlichen die Spieler*innen mit hängenden Köpfen vom Feld, während sich Präsident Ross Dermott der Presse stellte: „Diese Leistung heute grenzt an Arbeitsverweigerung. Die einzige, die sich gegen die Niederlage gestemmt hat, ist Elsie Carter-Phillips. Aber vor allem die Leistung von Rusher Kaminski und KP Makeba war wirklich unter aller Sau! Ich weiß gar nicht, wie ich das anders bezeichnen soll. Das wird auf jeden Fall Konsequenzen haben!“

Bei den Gastgeberinnen von Magic Carmarthen war die Stimmung dagegen großartig. Vor allem Jungstar Benthe van den Berg drehte richtig auf. „Ich war in den letzten Wochen leicht angeschlagen und konnte nicht meine volle Leistung zeigen. Aber jetzt bin ich wieder fit!“, so die Niederländerin. Auch Glesni Galeforth (Wales) zeigte sich gut aufgelegt und sorgte mehrfach für Punkte. „Man sieht ganz klar die Verbesserung zu letzter Saison, wo wir ja lange gegen den Abstieg kämpfen mussten. Wir haben uns vorgenommen, dieses Jahr nicht nach unten schielen zu müssen. Wir sind da momentan auf einem guten Weg“, so der Right Rusher.

 

Mancunian Pride vs. Letterkenny Casuals

20:0

Im Mittelpunkt des medialen Interesses stand am Sonntag Prides-Rusher Colin Murphy. Immerhin spielte er mit seinem aktuellen Team gegen die Mannschaft, von der alle Welt erwartet hatte, dass sie ihn im diesjährigen Draft auf Platz 1 auswählen würden.

Murphy selbst ließ sich vor der Partie jedenfalls nichts anmerken, ging locker zu den Spieler*innen der Casuals und klopfte seinem „Ersatzmann“ Olufemi Abdulkareem aufmunternd auf die Schulter. Mit Spielbeginn war von dieser Sympathie jedoch nichts mehr zu spüren, denn Murphy legte völlig entfesselt los. An fast jeder offensiven Aktion der Prides war Murphy beteiligt, letztlich legten seine Punkte per Kick auch die Grundlage für den späteren Sieg.

Abdulkareem hatte dagegen sichtbar mit seiner Nervosität zu kämpfen und konnte keine Akzente setzen. Nach Ende der Partie verweigerte er sich der Presse und drückte sich an allen Reporter*innen schnell vorbei in die Kabine.

Murphy dagegen stand für Interviews zur Verfügung: „Klar war die Atmosphäre heute komisch. Man merkt ja schon, dass sich alle Augen auf dich richten, aber ich habe versucht, das auszublenden. Und letztlich haben die Casuals heute ja auch gesehen, was sie für einen Fehler gemacht haben“, konnte er sich einen Seitenhieb auf den Aufsteiger nicht verkneifen.

 

Lincolnshire Saxons vs. Bath Academics

30:40

Es war die Show der Colleen McNamara. Der Left Rusher der Academics war überall auf dem Feld zu finden und sorgte zusammen mit KP Laryn Hale Pickering für alle Punkte der Academics, die sich mit diesem Sieg weiter Luft von den Abstiegsrängen verschafft haben.

Nachdem die Academics sofort in der 1. Runde in Führung gegangen waren, legten die Saxons zunächst aber postwendend nach und setzten die Gäste auch in der Folge immer wieder unter Druck.

Saxons-Trainer Henry Little: „Das Spiel hätte auch anders ausgehen können. Es war wirklich sehr eng. Nur schade, dass so wenig Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Vor voller Hütte so eine enge Partie zu spielen, motiviert natürlich noch mal extra.“

Bath-Trainer Paul Ethan Burberry zeigte sich nach dem knappen Sieg erleichtert: „Sowas kann auch ganz schnell schief gehen und dann steht man mit leeren Händen da. Unsere Defense hat heute leider nicht so gut gearbeitet und die Saxons immer wieder ins Spiel zurück geholt. Das müssen wir abstellen!“

 

Victoria on Sea vs. Dunfermline Thistle

30:10

Die ersten acht Runden der Partie verliefen sehr einseitig: Victorias Offense dominierte, traf aber nicht. Victorias Defense dominierte und hinderte Thistle am Punkten. Die Gäste aus Schottland fanden überhaupt nichts ins Spiel und hatten Glück, dass Victoria keinen kurzen Prozess machte. Erst als Bertie Carrington traf, verloren auch die anderen Spieler*innen des Meisters ihre Ladehemmung und sorgten für den Sieg.

Mehr als der Ehrentreffer für Thistle war heute nicht drin, das gab Trainer Donall MacHugie unumwunden zu: „Es hakt bei uns leider an allen Enden und Ecken. Das kann man gar nicht an einer Position festmachen, deshalb ist es auch kein Wunder, dass wir da unten drin stehen. Wir müssen nur langsam mal die Zündung finden, sonst geht am Ende der Saison hier der Motor aus!“

Victoria dagegen jagt bereits wieder die Tabellenführung und lauert auf Rang 2. Left Tackle Ramil Sirisena Mahmud, der aus Sri Lanka stammt, hatte trotzdem etwas zu monieren: „Eigentlich hätten wir zu Null spielen müssen. Ich hoffe, dass uns die zehn Punkte des Gegners nicht am Ende noch ärgern werden.“

 

Ulster RC vs. Cheapside Sloggers

40:10

Der Ulster RC setzt seinen Lauf fort und untermauert seinen Platz in der Spitzengruppe der Liga. Dass die Sloggers nur 40 Punkte kassierten, hatten sie ihrer guten Defense um Paddy Gilbert und Antonio Mancini zu verdanken, die immerhin noch einige von Ulsters Angriffen abfing. Ein Totalausfall war dagegen der eigene Kicker + Passer Mick Fletcher, der vor allem durch ungenaue Pässe und ein komplettes Versagen vom Punkt aus auffiel. Trainerin Winifred Catfish wollte die Schuld für die krachende Niederlage allerdings nicht alleine bei einem Spieler suchen: „Die ganze Offensivabteilung hat einen Großteil dieses Spiels im Tiefschlaf verbracht. Nächstes Mal schenke ich vor der Partie eine Runde Kaffee aus!“

Doppelschütze Rene Stochz von Ulster freute sich nach dem Spiel auch noch aus anderen Grünen: „Endlich stehen wir wieder sportlich im Fokus! Das ganze politische Gelaber nach dem Derby hat den Fokus vom Sportlichen komplett weggenommen. Aber wir wollen doch nur Rugby spielen!“

 

Wolverhampton Locks vs. Conquerers of Saint Ives

15:30

Ein überforderter Aufsteiger, dem gegen den Tabellenführer nichts einfiel: So lässt sich das Match der Locks gegen die Conquerers zusammenfassen. Einzig die Chancenauswertung machte Conquerers-Trainer Athelwulf Nithercott zu schaffen: „Wenn wir die Angriffe mal konsequent zu Ende durchzuziehen würde, hätte wir locker mit 60 Punkten Vorsprung gewinnen können. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir freuen uns natürlich über den ersten Tabellenplatz, aber es noch eine lange Saison. Da kann noch viel passieren!“

Locks‘ Center Rusher Rebecca-Isobel Furneaux-Smith sah die Niederlage mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Wir haben zwar gerade das Spiel verloren, aber wir sind immer noch punktgleich mit dem Tabellenführer! Hätte uns das jemand vor der Saison prophezeit, hätte ihm niemand geglaubt!“

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