Meister Montrose in bestechender Frühform

Während Flower of Montrose nichts anbrennen ließ, gab es am 1. Spieltag schon die ersten Stolperstarts in der Brooms’n’Joy League. Vor allem Victoria on Sea stürzte bei Magic Carmarthen böse über die eigenen Ambitionen.

Magic Carmarthen vs. Victoria on Sea

40-0

Einen Einstand nach Maß feierte am Sonntag der neue Coach von Magic Carmarthen, Leonora Durling. Der Club hatte nach dem ersten männlichen Trainer der Vereinsgeschichte im Winter Magnus Thompson nach zwei durchwachsenen Spielzeiten entlassen und stattdessen die Engländerin eingestellt. Für Durling ist es die erste Station als Trainerin, aber sie kennt Magic bereits gut, da sie in ihrer aktiven Karriere einige Spielzeiten als Tackle auf dem Feld der Maridunum Arena stand. „Wow, damit war im Vorfeld nicht zu rechnen, aber die Spieler*innen haben alles umgesetzt, was wir im Training besprochen hatten“, freut sie sich im Anschluss.

Es war ein überraschend deutlicher Sieg – und das gegen niemand Geringeren als den RC Victoria on Sea. Das Team von der Isle of Wight wollte nach der durchwachsenen Saison im vergangenen Jahr wieder ganz oben angreifen und musste direkt den ersten Dämpfer hinnehmen. Trainer Gordon of Roxburghe war not amused: „Unsere Offense hat das komplette Spiel verschlafen! Das darf uns einfach nicht passieren!“

Bei Carmarthen wussten vor allem Right Rusher Glesni Galeforth und Kicker & Passer Hailey Parker-Hall zu überzeugen, die ihre Chancen eiskalt nutzten und gemeinsam für den Endstand sorgten. Galeforth: „Letztes Jahr waren meine Leistungen sehr schwankend, aber ich habe in der Winterpause viel mentales Training gemacht. Jetzt fühle ich mich richtig gut, so kann es weitergehen!“

Wolverhampton Locks vs. Kerry Celtic

0-20

„Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie nötig ist. Und heute musste das Pferd nur gemütlich über die Wiese traben und die Punkte im Vorbeigehen einsammeln!“, schimpfte Locks-Trainer Duncan McPherson nach der Niederlage seines Teams gegen Kerry Celtic.

In der Tat wirkten die Locks das ganze Spiel über recht zahnlos. Sowohl Offense als auch Defense wussten überhaupt nicht zu überzeugen. Hinzu kam ein eklatanter Schnitzer von Keeper Kuldip Singh, die sich einen eigentlich schwachen Wurf von Colleen McNamara durch die Finger gleiten ins Tor gleiten ließ, sodass es schon nach dem ersten Angriff 0:10 stand, da sich Celtics Kicker & Passer Jehan Rahim auch keine Blöße gab und verdoppelte. „Nach unserer Finalteilnahme im Vorjahr wollen wir natürlich dieses Mal auch Meister werden. Heute haben die erste Punkte dafür geholt“, so Rahim im Anschluss.

Southampton Rovers vs. Conquerers of Saint Ives

50-20

Alessandro Locatelli grinste über beide Ohren, als er nach dem eindeutigen Sieg seiner Rovers im Handerson & Sons Stadium vor die Presse trat. Der Italiener hatte soeben die Conquerers quasi im Alleingang abgeschossen. Zwei Kicktreffer und ein Wurftreffer, jeweils verdoppelt von Kicker & Passer Olly Hawkins – die beiden Offense-Spieler sorgten für klare Verhältnisse und zeigten, dass die Meisterschaft in dieser Saison nur über die Rovers geht.

Allerdings halfen auch die Gäste aus Cornwall fleißig mit. Vor allem die Defense – Tackles Jenna Rosevear und Leonora Livingstone – war mit dem quirligen Rusher komplett überfordert. „Er ist nicht umsonst der bestbezahlte Spieler der Welt, aber das darf trotzdem keine Ausrede sein. Unsere eigene Leistung war einfach nur schlecht“, entschuldigte sich Livingstone im Anschluss. Locatelli dagegen, der am Vortag noch in Ascot gesichtet wurde, zuckte nur mit den Schultern: „Es war ein gutes Spiel. Wir haben gewonnen. So machen wir weiter und am Ende werden wir Meister!“

Bath Academics vs. Maidstone Gardeners

0-5

Enttäuschte Pfiffe hallten nach Abpfiff durch das Avon’s Arc Stadium in Bath, nachdem die Gastgeber in einem äußerst schwachen Match gegen den Aufsteiger Maidstone Gardeners aus Kent verloren hatte. Beide Teams neutralisierten sich über weite Strecken, wobei die Favoriten der Academics erschreckend schwach agierten. Bath-Trainer Paul Ethan Burberry zeigte sich entsetzt: „Das macht mich sprachlos. Selbst im Training habe ich schon engagiertere Spiele gesehen. Mir scheint, einige Spieler*innen haben noch nicht mitbekommen, dass die Winterpause nun vorbei ist!“ Er kündigte ein Straftraining für den frühen Montagmorgen an.

Der Aufsteiger war dagegen mehr als happy. Matchwinner war Elias Alvares Teixeira, der den entscheidenden Wurf zum Sieg im Tor landete. Der Brasilianer freute sich: „Wir wissen, dass wir es schwer haben in dieser Liga. Umso besser sind die drei Punkte. Vielleicht werden die am Ende der Saison entscheidend gegen den Abstieg sein.“

Letterkenny Casuals vs. Dunfermline Thistle

30-40

Nach dem Spiel ließ sich Issa Hegazy von seinen Kolleg*innen auf dem Rasen feiern, denn seine zwei Kicktreffer hatten entscheidend zu diesem ersten Sieg für Thistle beigetragen. „Ich bin super rein gekommen. Und wenn gleich die erste Aktion sitzt, dann bekommt man auch Selbstvertrauen“, so der Left Rusher im Anschluss. Auch Kicker & Passer Florian Richter gab sich keine Blöße und verwandelte beide Kicks sicher.

Bei Letterkenny lief es dagegen noch nicht ganz rund, die Laufwege passten mehrfach nicht, sodass die die Pässe von Kicker & Passer Omagh O’Sullivan ins Leere gingen. „Wir sind noch nicht ganz da, wo wir hinwollen. Aber das wird schon in den kommenden Wochen“, so der erfahrene Spieler.

Cymru Union of Ferndale vs. Mancunian Pride

30-0

Eine eindeutige Angelegenheit bekamen die Fans im Union Stadium zu sehen: Die Gastgeber*innen aus Ferndale ließen den Prides keine Chance. Vor allem Center Rusher Rajesh Kumar nutzte die Räume geschickt aus und erarbeitete sich in Zusammenspiel mit Kicker & Passer Ioan Baines Chance um Chance. Zwei davon nutzte er: einen Treffer erzielte er per Wurf, einen weiteren per Kick. Auch Baines verwandelte seine Versuche, sodass früh das Endergebnis feststand. „Wir haben in den letzten Wochen intensiv Laufewege einstudiert, das hat sich heute ausgezahlt“, erklärte Kumar im Anschluss.

Bei den Prides lief dagegen gar nichts zusammen. Mehrfach beschwerte sich Badou Sanneh, dass die Pässe von K&P Nauka Smirnowa nicht bei ihm ankommen. Das lag nicht nur an der geschickten Defense von Union, sondern auch an Smirnowa, die gleich mehrfach den richtigen Moment zur Übergabe verpasste. Das laustarke Fluchen der Russin half allerdings auch nicht. „Wie sagt man: Ich bin mit dem falschen Fuß aufgestanden“, kommentierte sie ihre Leistung kopfschüttelnd.

Ulster RC vs. Flower of Montrose

15-50

Ulster-Trainer Adam Applerose war bedient nach der krachenden Niederlage, die sein Team sich soeben eingefangen hatte: „Ich muss das erst mal sacken lassen. Dass es gegen den amtierenden Meister nicht einfach wird, war im Vorfeld klar, aber das war unterirdisch!“ Zuvor war bei seiner Mannschaft nicht viel zusammengelaufen: Die beiden Tackle Asante Matthews und Abbie Minagh kamen gegen die starke Offense von Montrose überhaupt nicht an, es fehlte an Abstimmung, aber auch an Körperlichkeit, während die eigene Offense bis auf zwei Würfe von Brian Ballymoney und Miru Hapuku harmlos blieb.

Besser machte es Montrose. Hochmotiviert zeigten sie von Anfang an, wer das Ulster Stadium als Sieger verlassen würde: Die Offense, die unter dem Spitznamen „Triple A“ agiert (alle Vornamen der Rusher beginnen mit A), sorgte im Wechsel für Erfolge: Avery Samsonite und Alvaro Babelli trafen per Kick, Aria Pivendale steuerte zwei Wurferfolge hinzu. Garniert wurde die starke Leistung von Kicker & Passer Fynn Little. „Das kann sich doch sehen lassen. Erster Halt auf der Mission Titelverteidigung erfolgreich absolviert!“, freute sich Montrose-Trainer Hamish MacDonald of Clanranald.

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