Playoffs: Mit Randale zum Finale

Die Würfel sind gefallen: In einem explosiven „Irish Derby“ setzt sich Celtic gegen Dauer-Tabellenführer Ulster durch. Im Anschluss kommt es zu unschönen Szenen rund um das Stadion in Belfast. In der anderen Partie trafen die Prides auf Flower of Montrose – und ein Kicker + Passer verzweifelte vor dem Tor…

Ulster RC vs. Kerry Celtic

0:30

Das Halbfinale bescherte allen Fans des Harrington Rugby erneut ein „Irish Derby“ zwischen dem Ulster RC aus Belfast und Kerry Celtic, die in Tralee beheimatet sind. Im Nullkommanichts war das Ulster Stadium ausverkauft, was sogar dem anwesenden Verbandspräsidenten Cormac Ó Cinnéide ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

„Das zeigt doch eindeutig die Attraktivität der Brooms’n’Joy League – entgegen allen Unkenrufen! Seit Monaten wird versucht, unser Produkt schlecht zu reden! Vor allem die Medien sind daran beteiligt – die Fans sehen das offenbar ganz anders!“ echauffierte er sich. Auf die Frage, für welches Team er selbst als Ire die Daumen drücken würde, schwieg er allerdings eisern.

Die Zuschauer*innen bekamen nach Kickoff zunächst zwei defensiv eingestellte Teams zu sehen. Niemand wollte sich als erstes Punkte einfangen. Vor allem die Celtic-Abwehr um die Tackle Bronwen Salmar und Tangaroa Nehua zeigte eine herausragende Leistung gegen die Ulster-Offense, die in diesem Jahr bisher kaum zu stoppen war. „Wir haben uns natürlich intensiv damit beschäftigt, wie wir die Rusher aus dem Spiel nehmen können. Und es hat super funktioniert!“, freute sich Right Tackle Bronwen Salmar nach dem Spiel.

In Runde 7 war es dann so weit: Die Abwehrreihe von Ulster gönnte sich eine Unaufmerksamkeit, die Liam Barrax für einen Kicktreffer nutzte. Auch Keeper Faye O’Farrall war machtlos: „Ich war noch mit den Fingerspitzen dran, aber es hat leider nicht gereicht.“ Auch beim Schuss von Kicker + Passer Jehan Rahim war sie machtlos. Die Offense von Ulster blieb dagegen blass und fand keine Mittel gegen die Defense von Kerry. In der letzten Runde erhöhte Patrick O’Shea noch einmal für Celtic, die damit erstmals seit 43 Jahren im Finale stehen.

Im Anschluss der Partie kam es zu unschönen Szenen: Rund um das Stadion in Belfast wurden Rauchbomben gezündet und kleinere Grüppchen zogen durch die Straßen, lautstark skandierend „Mystic Wins! Mystic Wins!“ Die Strafverfolgung ging sofort dazwischen, konnte jedoch niemanden dingfest machen.

Nun greift Celtic nach den Sternen, will den ganz großen Wurf im Finale: „Egal gegen wen, wir wollen den Meistertitel nach Irland holen!“, so ein selbstbewusster Trainer Seamus McKenna.

 

Mancunian Pride vs. Flower of Montrose

10:45

Im zweiten Halbfinale trafen im ebenfalls ausverkauften North Star Stadium die dort heimischen Prides auf Flower of Montrose aus Schottland. Anders als im irischen Derby legten beide Teams von Beginn an los wie die Feuerwehr und sorgten für ein Offensiv-Spektakel.

Zunächst traf Alvaro Babelli für die Gäste aus Montrose. Kicker + Passer Fynn Little konnte allerdings die Punkte nicht verdoppeln. „Uh-uh, mir schwant Böses“, unkte Flowers-Präsident William Samsonite auf der Tribüne. Der Ire Little hatte schon das ganze Jahr über mit seiner schwankenden Form zu kämpfen, so auch am Sonntag. Aber die Rusher aus Montrose fingen das mühelos auf. Avery Samsonite, Neffe des Präsidenten, traf in Runde 3 per Kick – ehe Little den Nachschuss wieder versemmelte.

Nun begann der offene Schlagabtausch: Marcurs Gore versuchte sich für die Gastgeber*innen mit einem Kick, traf aber nicht. Anschließend sorgten Badou Saneh und Nauka Smirnowa endlich für die ersten Prides-Punkte und lauten Jubel im pickepackevollen Stadion von Manchester.

Es sollte aber nicht reichen: Nachdem Samsonite noch einmal erfolgreich war, setzte Alison Deonna Hearthouse den Schlusspunkt für die Flowers – und sorgte dafür, dass nach langen Wochen „Triple A“ endlich mal wieder zugeschlagen hatte: Alle drei Rusher der Flowers, deren Vornamen mit A beginnen, trafen in einem Spiel. „Wir haben lange darauf gewartet und ausgerechnet jetzt hat es mal wieder geklappt. Genau zum richtigen Zeitpunkt! Wir sind heiß auf das Finale!“, so eine jubelnde Hearthouse im Anschluss. Da war es dann auch zweitrangig, wie oft ihr Kicker + Passer getroffen hatte.

 

Am kommenden Wochenende ist spielfrei, bevor dann am 11.12. um 15 Uhr das Spiel um Platz 3 zwischen dem Ulster RC und Mancunian Pride stattfindet. Direkt im Anschluss um 17 Uhr steigt das große Finale: Kerry Celtic trifft auf Flower of Montrose!

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