Rovers siegen im Kellerduell

Im direkten Aufeinandertreffen der beiden abstiegsbedrohten Teams von Dunfermline Thistle und den Southampton Rovers behält Southampton die Oberhand und arbeitet sich weiter in Richtung rettendes Ufer vor. An der Tabellenspitze baut Ulster derweil seinen Vorsprung weiter aus, während Victoria einen herben Rückschlag im Kampf um den Thron hinnehmen muss.

Lincolnshire Saxons vs. Cheapside Sloggers

0:20

Bei den Saxons gehen so langsam die Lichter aus. Die Mannschaft von Trainer Henry Little wirkte über weite Strecken des Spiels gegen den Aufsteiger völlig verunsichert und traf selbst aus den einfachsten Lagen nicht ins Tor. Shonda DuVernay, die in der vergangenen Saison noch mit zu den besten Rushern der Liga zählte, kann sich die derzeitige Situation nicht erklären: „Im Training läuft alles super. Aber wenn es um Punkte geht, haben wir plötzlich alle ein Brett vor dem Kopf. Eine mentale Blockade. Nur müssen wir langsam mal anfangen zu punkten, sonst sehe ich schwarz!“

Besser machten es die Sloggers aus dem Birminghamer Stadtteil Cheapside: Esme Wharton und Kicker + Passer Mick Fletcher sorgten bereits in der ersten Runde für die Punkte, die letztlich auch zum Sieg reichten. „Ich glaube, alle haben im Laufe der Partie eine Spur zurück gefahren, weil vom Gegner so gar nichts kam. Eine sehr gefährliche Situation, aber heute hat es trotzdem zum Sieg gereicht“, so KP Fletcher.

 

Letterkenny Casuals vs. Conquerers of Saint Ives

30:20

Eine muntere Partie erlebten die 3.485 Zuschauer*innen im ausverkauften Swilly Stadium in Letterkenny. Einem ersten Wurftreffer für die Gäste durch Nelly Williams folgten postwendend die Punkte per Kick durch Olufemi Abdulkareem und Kicker + Passer Omagh O’Sullivan. Den Nordiren, der vor der Saison vom ungeliebten Rivalen Ulster RC in die Republik gewechselt war, haben mittlerweile sogar die heimischen Fans ins Herz geschlossen. „Ich bin schon froh, dass nicht mehr jedes Mal ein Pfeifkonzert losgeht, wenn ich den Ball habe. Aber mir ist durchaus bewusst, dass es damit zu tun hat, dass ich momentan ganz gut spiele. Hoffen wir mal, dass das so bleibt“, so O’Sullivan.

Ganz andere Sorgen plagten dagegen Schelju Naidenov, den bulgarischen Rusher der Conquerers: „Ich habe getroffen, aber heute hat es trotzdem nicht gereicht. Schlimmer finde ich momentan aber, dass meine Großmutter morgen 80 wird und ich nicht weiß, ob mein Paket schon bei ihr in der Sowjetunion angekommen ist. Oder ob es überhaupt dort ankommen wird.“

 

Dunfermline Thistle vs. Southampton Rovers

0:25

Die Vorzeichen im Kellerduell konnten unterschiedlicher nicht sein: Während die Rovers in den vergangenen Wochen kontinuierlich Punkte gesammelt und sich vom Ende der Tabelle hochgearbeitet haben, ist Thistle nach mehreren Niederlagen immer weiter unten reingerutscht. Im direkten Duell ging es dabei nicht nur um Punkte, sondern vor allem um die mentale Ausrichtung für die kommenden Wochen. Und hier konnten eindeutig die Rovers punkten. Alessandro Locatelli tat von Anfang an das, wofür er bezahlt wird. Punkte erzielen. Aber auch Kollegin Elsie Cater-Philipps trug sich in die Punkteliste ein.

Bei Thistle dagegen herrschte von Anpfiff an blanke Panik. Die Defense spielte viel zu körperlos, um etwas gegen die wendigen Rusher der Gäste ausrichten zu können. „Hau doch mal drauf, hau richtig drauf!“, schrie Kicker + Passer Florian Richter immer wieder von der Seite, wenn er gerade nicht auf dem Spielfeld stand, zu seinen Kolleg*innen. Aber die Tackles Kareena Kapoor und Nikolaj Antonov hörten nicht. Fast wirkte es, als wenn sich beide wünschen würden, woanders zu sein. „So gewinnst du keine Spiele, so steigst du ab!“, lautete das harte Urteil von Thistle-Trainer Donall MacHughie am Anschluss.

 

Kerry Celtic vs. Victoria on Sea

40:10

Unter der Woche bestätigten sich die schlimmsten Befürchtungen bei Victoria: Draftneuzugang Solomon Addo hat sich in der vergangenen Woche einen Bänderriss zugezogen und fällt zunächst auf unbestimmte Zeit aus. Für ihn kam wie bereits in der Vorwoche Lucas May neu ins Spiel, der engagiert begann und schnell eine erste Torchance hatte, den Ball allerdings nicht im Netz unterbringen konnte. „Ich war schon sehr aufgeregt vor dem Spiel, man macht sich ja so seine Gedanken. Schade, dass es nicht zum Treffer gelangt hat, aber dann vielleicht beim nächsten Mal“, so May.

Stattdessen sorgte Patrick O’Shea auf der anderen Seite für die Führung der Gastgeber*innen, gefolgt von weiteren Punkten durch Kicker + Passer Jehan Rahim und Rusher Sadhbh Connell. Victoria hatte an diesem Tag nichts gegen zu halten, vor allem da die beiden Tackle von Celtic, Bronwen Salmar und Tangaroa Nehua, die Offense des Meister sehr gut im Griff hatten. Viel zu spät gelang Bertie Carrington ein Wurftreffer, aber zu mehr sollte es nicht langen. Der Neuseeländer Nehua im Anschluss: „Wir haben einen Lauf, wir wollen unbedingt an Ulster dranbleiben. Da muss man eben auch den Meister aus dem Weg räumen!“

 

Mancunian Pride vs. Ulster RC

5:20

Rusher Rene Stochz fackelte nicht lange und legte gleich im ersten Angriff die Punkte für Tabellenführer Ulster vor: „Dann sind wir auf der sicheren Seite!“ Das brachte die Taktik der Prides gehörig durcheinander: „Wir wollten eigentlich defensiv gut stehen und so lange wie möglich die Null halten. So sind wir aber direkt einem Rückstand hinterher gelaufen“, so Prides-Rusher Marcus Gore.

An ihm lag es aber nicht, dass am Ende die Punkte nach Nordirland gingen. Er rackerte sich auf dem Platz ab, warf und kickte aus allen Lagen, fand aber in Ulsters Keeper Faye O’Farrall seinen Meister. „Wir haben gut gestanden, nur einmal Punkte zugelassen. Es läuft gerade alles bei uns!“, so O’Farrall.

 

Bath Academics vs. Flower of Montrose

60:25

Die Pickering-Schwestern drückten am Sonntag dem Traditionsduell Bath vs. Montrose ihren Stempel auf und sorgten für einen Großteil der 60 Punkte, die die Academics zum Sieg erzielten. „Es hat richtig Bock gemacht heute“, so Rusher Elizabeth Cynthia Pickering. Ihre Schwester, Kicker + Passer Laryn Hale, ergänzte: „Wir sind oben dran, da geht noch was in Richtung Meisterschaft!“

Bei den Flowers stand dagegen einmal mehr Kicker + Passer Fynn Little im Mittelpunkt, dem erneut die Nerven versagten. „Ich weiß nicht, was ich noch mit dem Jungen machen soll. Er hat so viel Talent, aber er schafft es einfach nicht, sein Nervenkostüm in den Griff zu bekommen. Leider ist das auf seiner Position das Quäntchen, was über Sieg oder Niederlage entscheidet“, so Montrose-Trainer Hamish MacDdonald of Clanranald über den Kicker + Passer.

 

Wolverhampton Locks vs. Magic Carmarthen

40:25

Benthe van den Berg war stinkesauer nach der erneuten Niederlage ihres Teams: „Ich reiße mir da vorne den Arsch auf, aber das reicht nicht. Auch die Defense muss mal aus dem Quark kommen und dafür sorgen, dass nicht jeder Wurf und jeder Schuss ein Treffer ist!“

In der Tat erzielte van den Berg in Zusammenarbeit mit Kicker + Passer Hailey Parker-Hall alle Punkte für ihr Team, während es in der Defense überhaupt nicht lief. Die Tackles Gwenna Gilmore und Keket Salah kamen mehrfach zu spät und hatten erkennbare Abstimmungsprobleme.

Das nutzten Thomas Connor und Rebecca-Isobel Furneaux-Smith von den Locks eiskalt aus und kamen so zum letztlich nie gefährdeten 40:25-Erfolg. Connor: „Das war ein schöner Treffer für die Galerie heute bei mir. Jeder Punkt ist einer für den Klassenerhalt, was anderes wollen wir ja gar nicht. Wenn am Ende sogar die Playoffs dabei herauskommen, umso besser!“

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