Ulster auf dem Durchmarsch?

Der Ulster RC ist momentan nicht zu stoppen und baut seine Tabellenführung weiter aus. Dazu reichte am Sonntag eine durchwachsene Leistung gegen die Bath Academics. Ganz unten angekommen ist dagegen Magic Carmarthen. Nach indiskutabler Leistung ist das Team von Magnus Thompson auf den letzten Platz abgerutscht – und erste Stimmen für seine Entlassung werden laut.

Victoria on Sea vs. Flower of Montrose

0-20

„So wird das natürlich nichts! Eigentlich wollten wir oben angreifen, stattdessen müssen wir nun höllisch aufpassen, dass wir es überhaupt in die Playoffs schaffen. Die Leistung heute war bis auf wenige Lichtblicke wirklich schlecht!“, befand Victorias Trainer Gordon of Roxburghe. Zu den Lichtblicken zählte die Leistung des jungen Lucas May, der beherzt nach vorne spielte und immer wieder zu Chancen kam. Zwar traf auch er nicht, aber er fügt sich immer besser in das Team ein, wo er den verletzten Solomon Addo ersetzt.

Gegner Montrose haderte ebenso mit vielen Fehlpässen, nutzte aber die wenigen Chancen konsequenter. Alison Deonna Hearthouse und Avery Samsonite kamen jeweils zu Wurftreffern, die Kicker + Passer Fynn Little veredelte. Montrose-Left Tackle Ivera Sterling blickte zufrieden auf das Spiel zurück: „Wir haben zu Null gespielt gegen den Meister. Da kann man schon stolz drauf sein, wenn man sieht, wen die vorne drin haben!“

 

Magic Carmarthen vs. Dunfermline Thistle

0-60

Magics Präsident Lislebone Long, ohnehin für sein Temperament bekannt, schrie auf der Tribüne mehrfach seinen Frust hinaus, während auf dem Rasen sein Team von Thistle zerlegt wurde. „So ein Dreck! Was spielen die sich denn da zurecht?!“ Nach dem Spiel ließ er vielsagend verlauten: „Bei so einer Leistung muss man sich schon fragen, ob der Trainer noch der richtige für uns ist.“ Der so angesprochene Magnus Thompson schlich mit hängendem Kopf zur Pressekonferenz und gab zu Protokoll: „Ich bin etwas ratlos. Im Training läuft das alles viel besser, nur wenn es drauf ankommt, kann keine der Spielerinnen mehr ihre Leistung abrufen. Als hätten alle kollektiv ein Brett vor dem Kopf!“

Gegner Thistle nutzte das Drama der Gastgeber*innen eiskalt aus und spielte locker seinen Stiefel runter: Issa Hagezy und zwei Mal Bonnie Macfarlane landeten ihre Kicks jeweils im Tor von Sally Connor und auch Kicker + Passer Florian Richter gab sich keine Blöße und verwandelte sicher. „Es tut mir sehr leid für das sympathische Team von Magic, aber darauf können wir natürlich keine Rücksicht nehmen. Wir stecken ja selbst auch noch unten drin!“, erinnerte Dunfermlines Tackle Nikolaj Antonov nach Abpfiff gegenüber der Presse.

 

Wolverhampton Locks vs. Mancunian Pride

5-20

Die Locks konnten ihre Chance am Sonntag nicht nutzen, an Tabellenführer Ulster dran zu bleiben und verloren ihr Spiel gegen die Prides deutlich. Dabei taten sich beide Teams nicht gerade mit ihren Offenses hervor, erst in der 7. Runde gelang der erste erfolgreiche Angriff der Gäste. Marcus Gore verwandelte per Wurf ins linke obere Eck. Kurz vor Schluss wiederholte er eben diesen Angriff und kam wieder zum Torerfolg. Auch Kicker + Passer Nauka Smirnova legte nach jeweils nach, sodass am Ende ein 20-5-Erfolg zu Buche stand. Locks-Keeper Kuldip Singh ärgerte sich über diese Fehler: „Wenn man zwei Mal im Spiel den gleichen Wurf nicht abwehren kann, sieht das immer blöd aus. Dabei weiß ich eigentlich, dass er gerne da oben hinwirft. So ein Mist!“

Marcus Gore dagegen freute sich: „Ich dachte beim zweitem Mal ‚Probier es doch einfach nochmal!‘ Hat geklappt, aber da gehört natürlich auch immer Glück dazu!“

 

Cheapside Sloggers vs. Letterkenny Casuals

20-20

Keinen Sieger fand die Partie der beiden Aufsteiger Sloggers und Casuals. Während die Gäste aus Irland zunächst per Kick durch Rory McFinnell in Führung gingen und durch Roisin Byrne und Kicker + Passer Omagh O’Sullivan erhöhten, nutzte Sloggers Center Rusher Paolo Munro eine Unachtsamkeit der Defense in der vorletzten Runde und traf per Kick. Kicker + Passer Mick Fletcher verwandelte seinen Schuss ebenso und kam dadurch zum verdienten Ausgleich.

„Das muss ich auf meine Kappe nehmen. Da darf der niemals zum Schuss kommen“, ärgerte sich Mark Higgins, Right Tackle bei Letterkenny, über die Punkte für den Gegner. Munro selbst grinste nur verschmitzt: „Ich hab ihn auf dem falschen Fuß erwischt und dann Glück gehabt. Der Keeper war mit den Fingerspitzen noch dran.“

 

Kerry Celtic vs. Lincolnshire Saxons

35-25

Matchwinner Patrick O’Shea wurde nach Abpfiff von Fans und Kolleg*innen gleichsam gefeiert. Sein Kick ließ am Ende die Waage für Celtic ausschlagen, nachdem es die meiste Zeit ein überaus ausgeglichenes Spiel war. Entsprechend groß war seine Freude: „Ein Unentschieden wäre vollkommen gerecht gewesen, aber ich konnte diese Chance natürlich nicht liegen lassen. Manchmal entscheiden eben Nuancen über Sieg oder Niederlage.“

Bei den Saxons regierte dagegen die Wut über die späte Niederlage: „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Chancen waren ja genug da, aber man muss die dann auch machen. Sonst passiert genau so etwas. Und ich habe im Vorfeld davor gewarnt! Die Celtics lullen den Gegner gerne ein, bevor sie dann eiskalt zuschlagen!“, so Saxons-Trainer Henry Little.

 

Ulster RC vs. Bath Academics

20-10

Mit einem blauen Auge ist Tabellenführer Ulster aus dem Spiel gegen die Academics davon gekommen. Während sich zunächst beide Defenses keine Blöße gaben und alles abräumten, was sich ihnen in den Weg stellte, konnten die Gäste aus Bath in der 7. Runde durch die Pickering-Schwestern in Führung gehen: Zunächst traf Rusher Elizabeth Cynthia, dann legte Kicker + Passer Laryn Hale nach. Zum Sieg reichte es am Ende aber nicht, denn Ulsters Miru Hapuku sorgte mit seinem Wurf- und Kicktreffer sowie durch Nachlegen von Kicker + Passer Ingrid Bengtsson für den Sieg der Gastgeber*innen.

„Heute hat am Ende mal wieder alles gepasst. Aber am Anfang war es ein zähes Ringen! Nicht schön anzusehen“, entschuldigte sich Hapuku bei den Fans für die durchwachsene Leistung des Teams.

 

Southampton Rovers vs. Conquerers of Saint Ives

5-5

„Ich glaube, ich möchte heute gar nichts sagen. Das war überhaupt keine Werbung für den Sport. Beide Teams haben keine rote Linie in ihr Spiel bekommen, es gab viele Fehlpässe und Fehlwürfe. Deshalb geht das Unentschieden schon klar“, befand ein genervter Rovers-Trainer John Littleborough nach dem Spiel.

Sein Gegenüber Athelwulf Nithercott pflichtete ihm bei: „Wir haben zunächst überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Erst nach dem Treffer durch Nelly Williams wurde es etwas besser, aber dann kassieren wir kurz vor Ende den Ausgleich. Sehr ärgerlich!“

Für den Ausgleich der Rovers sorgte Nachwuchsstar Elsie Carter-Phillips, die sich trotz des Unentschiedens ein wenig freute: „Man freut sich immer, wenn man trifft. Auch wenn es heute nur zu einem Punkt gereicht hat.“

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